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Samstag, 1. November 2008

Freitag, 31.10.2008



Shanghai
Tag 6



Soo, nach einem wundervollem Frühstück um 6 Uhr in der Frühe ging es mit dem Bus in südwestliche Richtung. Nach ca 4 Stunden Fahrt und 300 gefahrenen Kilometern sind wird bei unserem ersten Ziel des Tages angekommen: Die Sockenfabrik MengNa in Yiwu. Dort konnten wir zunächst die Fabrik samt der Sockenproduktion (unter anderem für Puma, Falke und dem NBA-Label) besichtigen, bevor wir dann mit einem Fabrikverkauf mehr oder weniger abgespeist wurden. Leider hatte auch hier das Management keine Zeit für uns, obwohl dies vorher noch einmal telefonisch abgeklärt wurde. Dem entsprechend hatten wir alle samt unseren Professoren eine ordentliche Kragenweite samt hervortretender Halsschlagader... Aber was soll’s. Ändern können wir das in diesem Jahr eh nicht mehr. Typisch war für dieses Jahr auch, dass wieder eine Art Kindermädchen von der Partei dabei war und aufgepasst hat, was wir Langnasen so alles treiben.

Hier nun noch einige Bilder. Erstaunt war ich aber, dass es in China doch eine enorme Automation der Produktion gibt – hätt ich ehrlich gesagt so nicht erwartet.



Nach einer kurzen Mittagspause ging es dann weiter zum wohl größten Commodity Market der Welt. In zig Hallen war eine permanente Ausstellung mit ca. 50.000 kleinen Ständen die ihre Waren für den Export (also dem Großhandel) angeboten haben. Zu kaufen gab es da alles: Besenstile, Messer, Abflussrohre, Taschen, Spielzeug, Massagesessel, Sportartikel, ... Und wenn man sich nun noch ins Bewusstsein ruft, dass hinter jedem dieser einzelnen kleinen Läden eine ganze Fabrik steht, wird einem auch schnell deutlich, warum China als die Produktionshalle der Welt genannt wird. Und die Spannen auf die einzelnen Artikel sind phänomenal. Ein riesiger Plasma-TV von Philips kostet da nur ca. 450 €, bei uns dürfte der sicherlich knappe 3.000 € kosten. Schade nur, das man da als Privatperson nicht einkaufen konnte... Befremdlich waren allerdings die kleinen chinesischen Kinder, die wir dort das erste mal in Aktion gesehen haben: Die noch nicht stubenreine Version der Mini-Menschen trägt Hosen mit einem Schlitz von vorne nach hinten. Dies garantiert zum einen ordentlichen Durchzug, zum anderen werden die Kleinkinder von den Eltern einfach ein bissel schräg gehalten, damit diese dann ungehindert und ÜBERALL ihre Geschäfte verrichten können. So pinkeln die einfach überhall hin – auch wenn die Toilette schizophrener Wiese ganze 20 Meter neben ihnen ist. Wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, entsprach das nicht ganz meinen Vorstellungen von Hygiene.






Am Abend sind wir dann nach vierstündiger Busfahrt zurück in Shanghai angekommen und haben uns gleich auf den Weg in ein neues kleines Restaurant gemacht. Und das war echt genial! Ich habe mir mal wieder eine kleine Herausforderung bestellt. Zunächst habe ich mir mein Essen angeschaut, dann ausgewählt und hinterher dann frisch zubereitet bekommen. Dieses Mal war es SCHLANGE und Krabbe. Und die Schlange war echt das Beste was ich bisher hier in China gegessen habe!!! Einfach lecker und super gewürzt. Allerdings ist da nicht wirklich was an den Dingern dran. Man musste doch recht viel Gerippe wieder aus dem Mund raussuchen.



Die Krabbe hingegen war nicht so mein Fall. Hatte eigentlich gedacht, dass die so ähnlich wie Krebsfleisch schmeckt. Aber weit gefehlt. Das war ehr eine Matsche, die ich nicht unbedingt noch einmal essen muss. (Zum Vergrößern der Bilder einfach darauf klicken)

Auch die chin. Austern waren nicht ganz meine Geschmacksrichtung. Die waren einfach zu groß im Vergleich zu denen der Sylter Sansibar und man hatte einen echt großen und glitschigen Haufen im Mund. Aber damit war ich auch der einzige, denn die anderen mochten die deswegen gerade mehr als andere Austern.

Was auch sehr zu empfehlen ist, sind Lotusblumen-Wurzeln mit Klebereis gefüllt.





Somit war das mal wieder ein echt gelungenes Essen und es fehlt nicht mehr all zu viel auf meiner Liste mit exotischem Essen :)

Um die Verdauung in Gang zu bringen, ging es nach dem Essen natürlich wieder auf zum Party machen. In den von unserer Reiseführerin Lily-G empfohlenen Club „Muse“ sind wir dann allerdings nicht reingegangen. Das war uns dann für den Abend doch eine Spur too much. Das war härtester Techno und House (also so gar nicht meine Richtung) und war vielleicht mit dem P1 aus München zu vergleichen: der Club hatte seinen eigenen Wagenmeister und vor der Tür standen 8 Sportwagen der Extraklasse. Die Porsche 911 Turbo sahen neben den Ferraris sogar richtig „niedlich“ aus. Das ging echt mal gar nicht. Selbst in Dubai haben wir nicht so viele teure Autos auf einem Haufen gesehen. Somit haben wir uns spontan um entschieden und sind dann auf irgend einer anderen Halloween-Party gelandet. Da haben die sogar einmal ein deutsches Lied gespielt (Nena mit 99 Luftballons), mitten in Shanghai zwischen den ganzen Snobs.






Tja, wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, war von der Nacht dann nicht mehr all zu viel fürs Schlafen übrig. Aber da muss man halt durch ;)





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