where i have been

Montag, 2. März 2009

Sonntag, 01. März 2009

Hyderabad
Tag 1 - Nachtrag


Am Nachmittag sind wir dann frohen Mutes zu einem Kunst-Basar aufgebrochen. Gleichzeitig dient dieser Ort (quasi wie ein Park angelegt) den Indern als Treffpunkt am Abend. Hier unterhält man sich, kann seine Hochzeit feiern, Theater gucken und sogar Tretboot fahren – guckst du hier:


Ansonsten war es für uns ehr langweilig. Es gab halt Basar-like überall irgend welchen Gedöns wie Geschirr, Ketten und Porzellanvasen mit den skurrilsten Aufdrucken..






Am Abend sind wir dann mit dem Bus in die Stadt nach Hyderabad reingefahren und haben dort lecker zu Abend gegessen. Es war wieder einmal faszinierend. Egal wo man hinschaut oder was auch getan wird – die menschliche Arbeitskraft gehört hier im Lande wohl zu dem billigsten Gut überhaupt. In dem Restaurant waren vielleicht 30 Gäste (mit uns inklusive) und wir hatten 10 Bedienungen. Dazu kamen dann noch einmal 6 Köche, und und und...
Den Rückweg haben wir dann mit den traditionellen TuckTucks bestritten. Das sind kleine Dreiräder mit nem Mofa-Motor die hinten drei Leute durch die Gegend kutschieren. Naja, wir haben uns eine vierer Belegung gegönnt (schließlich muss man sparen wo man kann, die Rückfahrt hat schließlich für alle vier Personen für 45min Fahrtzeit knapp 5 Euro gekostet) und haben eine doch recht spannende Rückfahrt gehabt. Nicht nur das es recht eng in dem Ding ist. Nein, wir hatten zudem (wie es in Indien Standard ist) kein Licht und sind auch mal Zeitweise als Geisterfahrer im Gegenverkehr durch die Stadt gefahren. War aber nicht so wild, machen ja schließlich alle mal ...



Ach, eines ist vielleicht noch anzumerken. Die Armut hier ist doch viel stärker zu spüren und mehr präsent, als es in Shanghai der Fall war. Hier wohnen die ganz Armen Menschen mitten am Straßenrand in kleinen Zelten aus Müllsäcken und sonstigen Abfällen. Und die ganz ganz Armen liegen Nachts einfach irgendwo nur mit einem Sack bekleidet auf den Gehwegen und schlafen. Schon recht krass.
Und hält man an einer roten Ampel an, kommen die Leute sofort an und betteln. Mir hat sogar ein ca sechs Jahre alter Junge mit seiner ein oder zwei Jahre alten Schwester auf dem Arm die Scheibe vom Bus aufgeschoben und dann gebettelt. Ist nicht wirklich schön. Und der größte Fehler ist es, denen dann etwas zu geben. Dann wird man sofort belagert und quasi von einem Pulk Menschen auseinander genommen.



(PS: Dieses sind schon recht große und „schicke" Mülltüten-Häuser...)

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