where i have been

Mittwoch, 4. März 2009

Mittwoch, 04. März 2009

Hyderabad
Tag 4

Wir kommen gerade von unserem Tagesausflug in ein typischen Dorf zurück. Knapp die Hälfte der dort lebenden Inder leben dabei von der Weberei.
Es war schon sehr interessant zu sehen, unter welchen Umständen und mit welchen einfachen Mitteln die Menschen dort ihr tägliches Leben bestreiten. Dabei spielt sich alles in einem ein bis zwei Zimmer Haus ab, bei dem der Webstuhl den Mittelpunkt bildet. In einer Ecke liegt dann eine Matratze, wo anders ist die Kochecke. Schon fast selbstverständlich begegnen einem dort auch Mäuse und anderes Kleintier.




Was ich recht beeindruckend fand, war eine Wasseraufbereitungsstation. Diese wird von den Dorfbewohnern selbst betrieben, gestiftet über Hilfsorganisationen (Wert ca. 10.000 USD), und produziert sauberes und entgiftetes Trinkwasser. Dieses muss dann aber durch die Dorfbewohner bezahlt werden. Der Preis liegt bei 1ner Rupie pro 12ltr. Wasser. Zum Vergleich: im Supermarkt kostet 1ltr. Wasser ca. 12 Rupien (Wechselkurs ist ca. 1 EUR = 60 Rupien). Der Grund für den Preis liegt darin, dass hierüber versucht wird, ein Bewusstsein für sauberes Wasser zu schaffen. Schließlich soll es auch noch sauber sein, wenn es zu Hause ankommt bzw. es soll nachhaltig damit umgegangen werden.


Natürlich durfte auch heute keine Tempelbesichtigung fehlen. Allerdings darf man dort keine Fotos machen, sodass ich euch die doch recht „phantasiestolzen" Figuren der Götter nicht zeigen kann. Das einzige was dann doch etwas nervt ist, dass überall stets nur mit Barfuss herumgelaufen werden darf. Das heißt in jedem Tempel, in jedem Geschäft, ... muss man vorher die Schuhe ausziehen. Von diesen Strapazen haben wir uns dann mit einer frischen Kokosmilch (leider Pi-warm) erholt. Ansonsten kann ich allen nur von Palmen-Milch abraten. Es schmeckt einfach nur abscheulich. Irgendwie säuerlich, leicht angegoren, und ... keine Ahnung, einfach unbeschreiblich schrecklich. Man sollte halt nicht alles annehmen, was einem angeboten wird.

Ach, und mit dem Essen hab ich nun auch endgültig abgeschlossen. Es ist einfach nicht meine Welt. Während unser Prof. davon schwärmt und sagt, wie abwechslungsreich und lecker er es wieder fand, konnte ich der Einheitspampe nicht wirklich etwas abgewinnen. Meine Schnute hat wieder nur gebrannt wie hulle, egal was ich gegessen und probiert habe. Zum Schluss hat mir sogar warmer und ungewürzter Reis auf der Zunge weh getan. Das kann doch nicht normal (und vor allem nicht gesund!!!) sein.


Zum Abschluss haben wir noch eine der sozialen Hilfsorganisationen besucht (http://www.naandi.org/). Das war schon echt beeindruckend, was die in den letzten Jahren alles auf die Beine gestellt haben und mit wie wenigen Mitteln die wirkliche Lebensqualität in den Dörfern geschaffen haben. Hut ab! Mehr kann ich da auf die schnelle nichts zu sagen. Aber schaut doch selbst bei denen auf der Homepage nach! Den Rest erzähl ich wenn wir back @home sind.
Jetzt geht es noch schnell an eine Präsentation, die wir am Freitag halten müssen. Morgen haben wir da leider keine Zeit zu, da wir von 9 bis Mitternacht unterwegs sind. Firmenbesichtigungs-Marathon bis spät in die Nacht. Das kann ja was werden... Um uns darauf entsprechend vorbereiten zu können, wollen wir heute Abend noch einmal das Nachtleben Hyderabads antesten. Mal sehen, ob es so vielfältig wie in China ist J

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